Montenegro Reiseführer

Bar (5 m ü. d. Meer)

Die Bucht von Bar und ihr Hinterland haben dem Urlauber etliches zu bieten: Ideales Baden am Sandstrand von Sutomore und in der Sandbucht Canj (3 km nördlich), sowie ein interessantes Besichtigungsprogramm im Ruinenfeld des verfallenen Ortes Stari Bar. Dazu einmal in der Woche farbenprächtiges, unverfälscht montenegrinisches Marktleben vor dieser "Geisterstadt". Schließlich einen Wald knorriger Olivenbäume an der alten Straße nach Ulcinj, von denen einige über 2000 Jahre alt sind.

Man muss unterscheiden zwischen Novi Bar und Stari Bar. Auf der Küstenstraße von Norden kommend, erreicht man zunächst den neuesten Teil von Novi Bar, eine schnell wachsende sterile Stadt aus Hochhäusern. Ihr älterer Teil am Meer wurde beim Erdbeben 1979 stark beschädigt. Novi Bar ist nicht unbedingt Ferienort, wenn sich auch die von der wachsenden Industrie verursachte Umweltbelastung in Grenzen hält. Ein 3 km langer Sandstrand bei der Stadt wird fast nur von Einheimischen besucht. 

Der Hafen für die Fracht- und Autofährschiffe besitzt keine gewachsene Wohnumgebung, er wurde erst nach den 2.Weltkrieg auf die grüne Wiese gebaut. Mittlerweile gibt es aber einige Cafes und Restaurants in der Nähe des Kais. Der Hafen besitzt größte verkehrswirtschaftliche Bedeutung, denn hier endet die erst 1976 nach 25jähriger Bauzeit fertiggestellte Eisenbahnlinie Belgrad – Bar. 

Viele Urlauber buchen Ferien in diesem südlichen Teil Montenegros der schönen und noch nicht überlaufenen, meist sandigen Strände wegen. Als Aufenthaltsort in der Region von Bar eignet sich am besten Sutomore, ein kleiner Ort oberhalb von Bar. Der feinsandige Strand ist dort 1000 m lang und 30 m breit.

Geschichte:

Die erste Stadt Bar lag wahrscheinlich dort, wo sich heute der Seehafen befindet. Doch waren die Bewohner dieser Siedlung vermutlich durch Angriffe von Piraten gezwungen, ihre Wohnstätten landeinwärts zu verlegen. So kam es zur Gründung der geschützt auf einem Hügel liegenden heute als Stari Bar bezeichneten Stadt zu Füßen des Rumija-Gebirges. Nach Befreiung von der Türkenherrschaft 1878 entstand jedoch auch an der Küste wieder eine Stadt: Novi Bar. Sie erstreckt sich am Fuße eines niedrigen Bergrückens längs der Bucht von Bar (Luka Bar). Zwischen Novi Bar und Stari Bar entwickelte sich ein dritter Stadtteil mit modernen Hochhäusern.  

Über die Herkunft des Namens Bar gibt es mehrere Theorien. Die einen bringen Bar mit dem gegenüber liegenden italienischen Bari in Verbindung. Andere Meinungen leiten Bar vom lateinischen Antibarum und von der griechischen Version des Namens Antivaris ab. Schließlich wird der Name auch auf die Anwaren zurückgeführt, die Bar einst beherrscht haben sollen. Das alte Bar stand im frühen Mittelalter unter der Herrschaft des byzantinischen Reiches. 1183 eroberte der serbische Supan Stefan Nemanja die Stadt. 1443 unterwarfen die Venezianer sie und befestigten sie mit Wehrmauern und Rundbastionen. 1571 fiel die Stadt unter dem Ansturm der Türken. Die neuen Herren dehnten Bar in südöstlicher und nordwestlicher Richtung weiter aus. Was an  neuen Bauten unter ihrem Einfluss entstand, zeigte eine eigentümliche Verflechtung küstenländischer und orientalischer architektonischer Formen und Stile.  

1877 gelang es einer Armee der Montenegriner, die Türken aus Bar zu vertreiben, allerdings erst nach einem gewaltigen Bombardement, bei dem sämtliche Häuser zwischen den alten Befestigungsanlagen zerstört wurden. Die Besitzer verließen die Trümmerstätte und bauten sich außerhalb der Stadtmauern neue Wohnungen: Dies war der Beginn des allgemeinen Exodus aus Bar. Für weitere Zerstörungen sorgten schließlich zwei Explosionen. 1881 flog eine spätromanische Basilika, in der Munition lagerte, in die Luft. 1912 erlitt die ebenfalls spätromanische Kirche Sv. Nikola von dem ältesten, noch erhaltenen Stadttor das gleiche Schicksal. Heute ist die alte Stadt verlassen. 1952  begann dann der Ausbau des neuen Bar zu einem großen, modernen Hafen.

Sehenswertes:  

Für Urlauber in dieser Region ist Stari Bar die außerordentliche Attraktion. Diese Ruinenstadt auf dem Hügel wirkt geisterhaft unwirklich. Und auch den Rundgang durch die von hohem Gras bewachsenen fensterlosen Bauten begleitet das Gefühl gespenstischer Verlassenheit. Der ursprünglich befestigte, aber durch das Bombardement von 1877 weitgehend zerstörte obere Stadtteil von Stari Bar ist nur ein Ruinenfeld. Interessanter auf einem Rundgang erscheint die orientalisch anmutende, aber ebenfalls unbewohnte untere alte Stadt mit der romanischen Markuskirche (11./12.Jhdt.), die gotische Kirche Sv. Katharina (14./15.Jhdt.), dem spätmittelalterlichen, wahrscheinlich bischöflichen Palast, und einem großen Aquädukt an der Nordseite der Stadt aus dem 16./17. Jahrhundert.  

Auch bei Sutomore Sehenswertes sind die etwa 2 km nördlich zu beiden Seiten der Küstenstraße gelegenen Festungsruinen Haj Nahaj und Tabija. Die Ruinen von Haj Nehaj liegen auf einem felsigen Hügel.

Südlich von Sutomore steht die Ruine des einst berühmten Klosters Ratac auf einer Halbinsel, von den Benediktinern im 11. Jahrhundert gegründet. Außerdem gibt es drei eigentümliche Kirchen im Gebiet von Spic. Jede hat zwei Altäre, einen für die Orthodoxen, den anderen für die Katholiken.

 

Budva (3 m ü. d. Meer)

Der montenegrinische Ferienort Budva besteht aus einer reizvoll auf einer Landzunge gelegenen Altstadt und sich südlich davon an langen Sandstränden ausdehnenden Hotelanlagen. Budva empfiehlt sich als Adria-Badeort für alle Altersgruppen. Ein Rundgang durch die Altstadt von Budva gehört eigentlich zu jedem Montenegro-Ausflugsprogramm. In der Hauptsaison finden in Budva unzählige Kultur- und Musikveranstaltungen statt.  

Die Kette der Strände von Budva beginnt ganz im Norden mit dem Abschnitt Jaz. In einer angrenzenden kleinen Bucht bräunen FKK-Anhänger. An beiden Stränden feiner Kies und auch ein wenig Sand. Von Budva zu Fuß erreichbar ist der Strand Mogren, 500 m nordwestlich des Hotels Avala. Er besteht aus sauberen Kies- und Sandarealen, die man auf einem schmalen Weg um etliche Felsnasen herum erreicht. Die nächste Badebucht liegt neben dem Hotel Avala, direkt neben dem Ortsbereich von Budva hinter der Altstadt. Hier haben sich in den letzten Jahren auch viele Strandcafes angesiedelt. Südlich von Budva ist der 2,5 km lange Becici Strand – einer der schönsten in Montenegro. Entland des Becici Strandes findet man unzählige Kioske, Imbissbuden, Cafes und Diskotheken, aber auch einige sehr gute Fischrestaurants.  

Geschichte:  

Budva ist über 2500 Jahre alt. Die Stadt ist damit eine der ältesten Siedlungen an der Adria. Der Legende nach wurde sie von Kadmo, einem Sohn des Phönizischen Königs, gegründet. Die ursprünglich illyrische Siedlung wird zum ersten mal im 4. Jahrhundert v. Chr. unter dem griechischen Namen Butheo erwähnt. 168 v. Chr. kam Budva, jetzt Budua genannt, unter die Herrschaft der Römer. Überreste  der griechischen, illyrischen und römischen Zeit wurden 1936 beim Bau des Hotels Avala auf einem großen Gräberfeld entdeckt.

Bei der Teilung des Römischen Reiches im Jahre 395 in einen ost- und in einen weströmischen Teil verlief die Grenze mitten durch Budva. Dann, nach dem Zerfall des Imperiums, übernahm Byzanz die Macht. Stämme der Slawen und Anwaren siedelten hier in der zweiten Hälfte des 6. Jh. n. Chr..  Jetzt hieß nach dem Anwarenstamm  Budva eine Zeitlang Avarorum Sinus. 841 erschienen die arabischen Sarazenen mit einer Flotte vor Budva. In diesem Jahr und noch einmal 867 plünderten und zerstörten die Araber die Stadt.

1183 übernahm die Dynastie der serbischen Nemanjiden Budva in ihren Machtbereich. Jetzt ging es aufwärts, die Stadt wurde autonom und erhielt ein eigenes Statut. Von 1442 bis 1797 stand Budva dann unter venezianischer Okkupation. Dennoch gelang es 1571 Piraten aus Ulcinj Budva zu erobern und in Brand zu stecken.

Nach dem Zerfall der venezianischen Republik 1797 war Budva abwechselnd von Österreichern, Russen und Franzosen besetzt. Von 1814 bis 1918 gehörte die Stadt zur österreichisch-ungarischen Donaumonarchie. 

 

Cetinje (672 m ü. d. Meer)  

Wenn man das Großartige Landschaftserlebnis der Auffahrt aus der Bucht von Kotor über die Lovcen Straße (17 nummerierte Kehren mit 8 - 10 % Steigung auf 15 km Länge) hinter sich hat, dann ist Cetinje zunächst nichts anderes als ein Rastplatz mit einigen Gaststätten und Cafes. Man ahnt kaum, dass in dem verträumten Kleinstädtchen, das auf grüner Hochebene von Felsen umschlossen liegt, einst Weltgeschichte geschrieben wurde. Beim Rundgang durch die zu Museen umgestalteten alten Paläste werden Legenden zur Wirklichkeit.

Man blickt fasziniert dem Porträt des einstigen Kirchenfürsten und Dichter Njegos in die schwarzen Augen, man bewundert die Ordensammlung des Königs Nikola und jenen Billardtisch, der einst auf Befehl des Königs auf abenteuerlichen Saumpfaden aus der Bucht von Kotor über die Berge nach Cetinje geschafft wurde. Auch der geschichtlich weniger interessierte Tourist wird beim Anblick der einzigartigen Sammlungen in den Bann der Geschichte und Geschichten um Montenegro gezogen. Cetinje gerät zum aufregend unterhaltsamen Erlebnis einer Reise in die Vergangenheit dieses unwirklichen Berglandes.

Geschichte:  

Die Hochebene von Cetinje war schon in prähistorischer Zeit besiedelt. Funde aus einer Höhle  (steinzeitliche Werkzeuge) beweisen es. Die grüne "Insel" inmitten karstiger, schwer zu übersteigender Berge ließ die Gegend um das heutige Cetinje wohl schon früh in der Geschichte Zufluchtsort für Vertriebene werden. So ist bekannt, dass sich hier einst Angehörige der Bogomilensekte verbargen.

Eine historische Rolle übernahm das Fürstentum Montenegro mit seinem Hauptort Cetinje jedoch erst, nachdem 1389 der serbische Fürst Lazar auf dem Amselfeld den Türken unterlegen war. Damals stand den Orientalen der Weg nach Europa offen, aber Montenegro war zunächst für das Heer der Türken uneinnehmbar. Das kleine Bergland regierten und verteidigten anfangs weltliche Herrscher. Dann übernahmen 1499 bzw. 1516 die jeweils amtierenden kirchlichen Metropoliten die Macht im Kleinstaat.

1687 trat erstmals ein Angehöriger der Familie Petrovic-Njegos an die Spitze des Fürstbistums, das sich in der Folgezeit wiederholt gegen Angriffe der Türken verteidigen musste. Zwar konnten sie mindestens dreimal (1683, 1714 und 1785) in Cetinje eindringen, die Stadt plündern und das Kloster niederbrennen, aber es gelang ihnen nie, sich länger in der abgelegenen Gebirgsgegend zu halten. Die freiheitsliebenden Montenegriner vertrieben sie immer wieder.

1813 wurde in dem kleinen Dorf Njegusi (an der Straße von Kotor nach Cetinje gelegen) der von 1830 bis 1851 als Peter II. Njegos regierender Nachfolger von Peter I. geboren; das Geburtshaus kann besichtigt werden. Peter II. Njegos beherrschte fünf Fremdsprachen, las deutsche Klassiker im Original ebenso wie französische Philosophen und Dramen von Shakespeare. Njegos wurde zum größten Dichter, den Montenegro je hervorgebracht hat. Er bewährte sich aber auch als treffsicherer Pistolenschütze und als geschickter Billardspieler. 1838 ließ er das „Palais Billarda“ errichten. Allzu früh starb er im Alter von nur 38 Jahren an Lungentuberkulose.

Unter seinem Nachfolger Danilo II. (1851-1860) wurde die geistliche Macht wieder von der weltlichen getrennt. Danilo übergab die Regierung schließlich seinem Neffen Nikola I., der von 1860 bis 1916 regierte. 1910 ließ sich Nikola zum König von Montenegro krönen.

Nikola finanzierte die Staatsausgaben durch Verkauf von Briefmarken ebenso, wie durch Bestechungsgelder der Großmächte, er führte auf eigene Faust einen Krieg gegen das albanische Shkoder, das er besetzte. Er sprach Recht unter einem Baum, berief zeitweise ein Parlament, ließ aber den Regierungschef für Jahre einsperren, als dieser eigene Initiativen entwickelte. Nikola hatte zeitweise bis zu 15 Botschaften in seiner Stadt, wurde "Bismarck des Balkan", aber auch "Zaunkönig" genannt. Zu  Beginn des Ersten Weltkrieges setzte er auf die russische Karte. Doch 1916 vertrieben ihn und ein französisches Expeditionskorps die Österreicher, die auf der von ihnen 1876-81 erbauten Lovcen - Passstraße von ihrem Flottenstützpunkt Cattaro (heute Kotor) aus nach Cetinje aufgestiegen waren. Nikola starb 1921 im französischen Exil.

Sehenswertes:  

Am Trg Marsala Tita das Palais Billarda mit Möbeln und originalgetreu hergerichteten Zimmern aus der Regierungszeit von Peter II. Njegos. Dahinter ein flacher Bau mit einem Relief der Berge Montenegros. Von 1916 bis 1918 haben österreichische Soldaten aus Langeweile in dem abgeschiedenen Ort diese Darstellung zusammengebastelt. Eine weitere Sehenswürdigkeit ist das Nationalmuseum mit Waffen, Bildern und Erinnerungsstücken aus der Zeit von König Nikola – eine einzigartige Sammlung. Die zahlreichen Orden, die der König seinerzeit aus aller Welt empfing, lassen sich hier ebenso bewundern, wie ein Geschenk des deutschen Kaisers Wilhelm II., sein eigenes Reiterstandbild im Kleinformat.  

 

Unweit westlich liegt das von einem viereckigen Turm beherrschte Mutter-Gottes-Kloster, 1485 gegründet, später zerstört, aber wiederaufgebaut.  

Nicht weit von Cetinje entfernt vermittelt ein Erlebnis besonderer Art der Besuch des Grabmals von Peter II. Njegos. Der Dichterfürst wurde zunächst 1856, 14 Jahre nach seinem Tod, auf dem Gipfel des 1657 m hohen Berges Jezerski vrh beigesetzt. Im Ersten Weltkrieg wurde die Grabkapelle zerstört. Die Österreicher überführten deshalb 1917 die sterblichen Überreste des Fürsten nach Cetinje. 1934 wurden die Gebeine wieder auf den Gipfel zurück gebracht. 1972 wurde ein neues Mausoleum fertiggestellt, ein Werk des  bekannten Bildhauers Ivan Mestrovic. Dort hat jetzt der große Montenegriner seine letzte Ruhestätte gefunden. Eine über 20 km lange Straße führt von Cetinje aus zu der Höhe, die einen weiten Rundblick über die großartige Landschaft bietet.  

Bei der Fahrt über die Lovcenstraße fesselt jenseits der Passhöhe die Aussicht über die Bucht von Kotor immer wieder. Schließlich erreicht die Straße eine Höhe, bei der gleichzeitig auch die Bucht von Tivat sichtbar wird. Auffallend an der Passstrasse ist eine große Schleife im Form eines M. Man erzählt sich, dass der österreichische Baumeister heimlich in Milena, die Frau von König Nikola, verliebt war, und deshalb extra eine Kurve mehr gebaut hat, um mit diesem "M" seine Liebe zu verewiglichen.

 

Durmitor Gebirge

Das bis zu 2522 m hohe Durmitor Gebirge ist größtenteils Nationalpark. Der wichtigste Ferienort ist Zablijak. Blühende Bergweisen, ein in vielen Windungen zum See verlaufender Bach und bunt gestrichene Berghäuschen ergeben zusammen ein stimmungsvolles Panorama. Die Hochebene wird auch als „Land der kleinen Seen“ gerühmt. Auf dem Gebirgsstock gibt es allein 20 in Höhen zwischen 1400 und 2200 m `Tropfenfänger` von Gletschern in der Nähe. Im Sommer ist es ein Paradies für Wanderer und Bergsteiger, im Winter kommen Skifahrer auf ihre Kosten. Zahlreiche Sessel- und Schlepplifte sind vorhanden.

Der berühmteste See ist der Crno jezero, der Schwarze See, unter dem Bergmassiv von Medjed, das 700 m hoch über der Wasseroberfläche aufragt. Über dem Schwarzen See liegt noch ein zweiter, kleinerer See, 450 m lang und 260 m breit, der mit dem größeren verbunden ist. Beide Seen umgeben dichte, dunkle Wälder. Zwar gibt es ein Restaurant am See, empfehlenswert ist es aber bei einem Spaziergang um den See ein Picknick zu machen. Plätze hierfür sind vorhanden.  

Höchster Gipfel des Durmitor Gebirges ist der Bobotov Kuk mit 2522 m. Geübte Bergsteiger schaffen ihn von Zablijak aus in fünfstündigem Aufstieg. Weitere lohnende Gipfel sind der Sljene mit 2477, der Prutas mit 2393 und der Soje mit 2388 m, alle in etwa vier Stunden zu bezwingen. Es gibt allerdings nur einige sehr einfache Hütten, und keine organisierte Bergrettung.

Der Blick von diesen Gipfeln über Täler, Schluchten, über die gewundenen Wasserläufe, über Schneefelder und grüne Wiesen bleibt ein unvergessliches Erlebnis.

Viel Wild lebt in dieser Gegend. Es gibt Bären, Wildschweine, Hirsche, Gämsen, Füchse und Hasen. An den Seen leben während des ganzen Jahres verschiedene Arten von Wasservögeln. Urlauber können in beiden Seen angeln. Auch Jäger kommen auf ihre Kosten, sie können Abschusslizenzen erwerben. Sie haben außerdem die Möglichkeit vor Ort organisierte Ausflüge zu buchen. Das Angebot reicht von Berg- und Jeeptouren bis hin zu Klettern und Paragliding. Oder sie leihen sich einfach ein Mountainbike und erkunden die Umgebung auf eigene Faust. In der Agentur "Summit" in Zabljak bekommen sie alle nötigen Informationen.  

Mein Tipp: Pension/Restaurant MB Tourist in Zabljak

 

Herceg-Novi (10-150 m ü. d. Meer)

Der Ferienort Herceg-Novi liegt an der montenegrinischen Adria-Küste in der von Bergen geschützten Topla-Bucht und ist bekannt für sein überaus mildes Klima und den reichen subtropischen Pflanzenwuchs.

Geschichte:

Die Entwicklung von Herceg-Novi beginnt erst im Jahre 1382. Damals beschloss der bosnische König Tvrtko, am Eingang der Bucht einen Hafen zu bauen, um für sein Reich einen Zugang zur See zu gewinnen. Er realisierte den Bau innerhalb von nur fünf Monaten und eröffnete zunächst einen Salzmarkt. 1448 ergänzte Herzog Stjepan den erfolgreichen Handelsplatz durch eine Fabrik. Nach ihm erhielt die inzwischen befestigte Ansiedlung (Herzog=Herceg) ihren Namen.

1483 eroberten die Türken die Stadt. Am 4.Juni 1538 rückte unter Führung von Andrea Doria eine vereinigte Seestreitmacht von Spaniern, Venezianern und Truppen in päpstlichem Dienst an, der es gelang, die Türken in die Flucht zu schlagen. Sieger Andrea Doria persönlich arbeitete die Baupläne für eine Festung über der Stadt aus, die nach den Spaniern Spanjola genannt wurde.

Der über den Verlust von Herceg-Novi erboste Sultan Selim II. schickte bald ein Expeditionskorps mit nicht weniger als 110 Schiffen vor die Stadt. Unglücklicherweise hielt sich Andrea Doria mit seiner Flotte andernorts auf, so dass 8000 Türken die Wälle der Stadt überrennen und während einer einzigen Nacht 3000 Verteidiger niedermachen konnten. Die Schlacht endete erst nach 25 Tagen mit der Kapitulation, wobei sich die spanischen Verteidiger freien Abzug zusichern ließen. Als die Türken bemerkten, dass auf der anderen Seite nur noch 50 Soldaten übrig geblieben waren, boten sie den Tapferen an als Freie in der Stadt zu bleiben.

1687 gelangte die Stadt unter die Herrschaft Venedigs. 1797 wurde sie von Österreichern besetzt. 1806 und 1807 ankerte vor ihrer Küste die russische Kriegsflotte. Von 1807 bis 1811 waren die Franzosen da, 1814 hielt die montenegrinische Armee vorübergehend Herceg-Novi, dann blieben die Österreicher bis 1918.  

Sehenswertes:  

Am Markt ein zierlicher Uhrturm und der Karadja-Brunnen mit türkischer Inschrift. Auf einem Felsen über der Bucht das venezianische Hafen-Fort; darüber das ebenfalls einst venezianische Forte-Mare. Die Ruine Kanli Kula, ebenfalls eine der früheren Bastionen rund um die Stadt, beherbergt heute eine große Freilichtbühne. Den Hügel krönte die Ruine der 1538 von den Spaniern erbauten Festung Spanjola, die beim schweren Erdebeben von 1979 gänzlich zusammenstürzte. Von der Höhe bietet sich ein schöner Rundblick.  

Im westlichen Teil der Stadt befindet sich das Archäologische Museum sowie eine früher von Nobelpreisträger Ivo Andric bewohnte Ferienvilla.  

Östlich von Herceg-Novi finden sich Parkanlagen mit dem orthodoxen Kloster Savina mit zwei Kirchen. Der Name rührt von der alten Kirche des hl. Sava aus dem 13. Jh. her. Die kleinere ältere Kirche aus dem 11. Jh. birgt eine reichhaltige Schatzkammer: Kunstgegenstände aus dem 15.-19- Jh., so u. a. ein Bischofskreuz aus Kristall von 1219, einen vergoldeten Reif und einen versilberten Reliquienschrein von 1675. Die neue, Ende des 18. Jh. erbaute Kirche gilt als geglückte Synthese zwischen Barockform und traditioneller byzantinischer Bauweise.

Mein Tipp: Hotel Perla in Herceg Novi

 

Igalo (3 m ü. d. Meer)

Das ist der Kurort von Montenegro. Grundlage für die medizinische Therapie von Iglao ist der leicht radioaktive Meerschlamm. Vor über 100 Jahren schon erschienen darüber die ersten wissenschaftlichen Untersuchungen. Aus kleinen Anfängen entwickelte sich am Eingang der Bucht von Kotor ein Kurzentrum, das neben dem Schlamm auch das Wasser einer ebenfalls leicht radioaktiven Mineralquelle, ferner Meerwasser sowie das hier ausgeglichene mediterrane Klima als weitere natürliche Heilfaktoren einsetzt.

Igalo gilt als preiswerter Kurort, weshalb neben Auswärtigen auch viele Einheimische hier ihre Leiden kurieren

Kurprogramm:

Als Indikatoren werden u. a. genannt: Allergien, Arthrosen, Asthma, Blutarmut, Durchblutungsstörungen, Frauenkrankheiten, Galle- und Leberleiden, Gicht, Hauterkrankungen, Herz- und Gefäßkrankheiten, Heuschnupfen, Ischias, Krampfadern, Lähmungen, Migräne, Nierenleiden und Erkrankungen der ableitenden Harnwege, Schlafstörungen, Stresserscheinungen, Venenentzündungen und Wirbelsäulenerkrankungen. Als Therapien kommen u. a. in Frage: See- und Mineralbäder, Vibrations- und Unterwassermassagen, Pelloid- und Fangopackungen, Faradisation, Galvanisation, Ultraschall, Arbeits- und Beschäftigungstherapien und Trinkkuren.  

Das Mineralwasser des Heilbads wird als muriatisch-salinisch bezeichnet. Mit 3,7 Mache-Einheiten ist es leicht radioaktiv. Verwendet wird es sowohl für Bäder als auch zum Trinken. Der Meeresschlamm ist ein organisch-minerlaisches Peloid, ebenfalls leicht radioaktiv.

Die Küsten-Magistrate führt in angemessener Entfernung an Igalo vorbei. So ist der Kurort zwar an den Verkehr angeschlossen, wird aber nur von wenigen Autos durchfahren.  

 

Der Strand von Igalo ist etwa 1 km lang. Er besteht aus feinem Sand, ein Promenadenweg zieht sich an der See hin. Die radioaktiven Mineralquellen liegen bei der Mündung des Flusses Sutorina. Etwa 10 km nördlich von Igalo liegt das Drei-Länder-Eck, wo Kroatien, Bosnien-Herzegowina und Montenegro aneinandergrenzen.

 

Kolasin (965 m ü. d. Meer)

Die Straße von Podgorica nach Belgrad taucht bald, nachdem sie die montenegrinischen Berge erreicht hat, in die Moraca-Schlucht ein. Immer näher rücken die Felswände an die leicht marode Straße heran, immer steiler stoßen sie zum Himmel empor, und endlich verschwindet die Straße in Tunnels. Dann plötzlich treten die Berge zurück, rechts liegt auf einer Lichtung das Kloster Moraca. Nun klettert die Straße über die Passhöhe von Crkvina (1040m) und fällt anschließend ins Tal der hier noch recht zahmen Tara. Rechts führt eine Brücke hinüber zum Bergstädtchen Kolasin, dem Wintersportort und beliebten Ausgangspunkt für Wanderungen in den Nationalpark von Biograd. Für viele Wanderer ist Kolasin auch Ausgangspunkt für Ausflüge in den berühmten Nationalpark des Durmitor-Gebirges und zur Tara-Schlucht.

Geschichte:  

Die Stadt Kolasin ist eine türkische Gründung aus dem 17. Jh.; Ruinen aus dieser Zeit sind heute noch zu sehen. Ihren Namen erhielt die Stadt nach Kolazi, dem ersten Stadtkommandanten.

Das Kloster Moraca, einer der bekanntesten Kunstdenkmäler Montenegros, wurde 1252 von Herzog Stefan Vukanov erbaut, dem Sohn des großen Fürsten Vukan und Enkel von Stefan Nemanja. Der gelbe Tuffstein, der als Baumaterial diente, ging beim Herantransport aus Tuzine von Hand zu Hand: Eine Tagereise weit bildeten die Arbeiter eine Kette und reichten einander die Steine zu.  

Das Kloster war früher mit viel mehr Fresken ausgemalt, als heute noch zu sehen. 1504 raubten die Türken die kirchliche Stätte nicht nur aus, sondern entfernten auch das Dach. Während der folgenden 70 Jahre zerstörten Witterungseinflüsse viele Wandmalereien. Gegen Ende des 16. Jh. wurde das Kloster renoviert. Einige neue Fresken kamen hinzu. Der Elias-Zyklus im Diakonikum ist besonders gut erhalten. Er bedeckt die Süd-, West- und Nordwand. Später wurde das Kloster zum Zentrum kulturellen und religiösen Lebens der Region.

Ganz in der Nähe, bei Mojkovac, einer Kleinstadt nördlich von Kolasin, wo die Hauptroute Podgorica - Belgrad abzweigt, bestanden bereits im Mittelalter Zink-, Blei-, Gold- und Silberminen. Mit 40.000 Knappen war die Mine des Bergwerks von Brstvo im 13. Jh. die größte auf dem Balkan. In der Zeit des Königs Uros I. wurde hier eine Münze geprägt, die wie eine Nachahmung der venezianischen Silbermünzen aussah, doch um 12,5% weniger wog. Die Venezianische Republik warnte vor den "falschen Dinaren von Brskovo", und Dante erwähnte in seiner "Göttlichen Komödie" das "Falschgeld des Königs von Rascia".

 

Kotor (5 m ü. d. Meer)

Die Stadt liegt in großartiger Berglandschaft am südöstlichen Ende der Bucht von Kotor. Der Besuch der von mächtigen Festungsmauern eingerahmten Altstadt von Kotor mit ihren Kirchen und Palästen ist ein einzigartiges Erlebnis. Fahrzeuge sind schon seit vielen Jahren aus den engen Gassen verbannt worden. Die gesamte, nach der Stadt Kotor benannte Bucht, die mit den ringsum aufragenden, karstigen Bergen stark an einen norwegischen Fjord erinnert, vermittelt einen der stärksten landschaftlichen Eindrücke in Montenegro. Die engen Durchlässe stellten zu allen Zeiten einen natürlichen Schutz gegen eindringende Eroberer dar. Wohl auch aus diesem Grund und nicht nur der starken Mauern wegen, blieb die Stadt Kotor von der Unterwerfung durch die Türken verschont.

Geschichte:  

Die am südlichen Ende der Boka Kotorska (Bucht von Kotor) gelegene griechische Kolonie hieß Akurion. In der Römerzeit nannte man die Stadt Acruvivium, und im Laufe des Mittelalters entstanden die Variationen Dekadaron, Catarum, Catera und Cathara. Unter den Südslawen setzte sich früh der Name Kotor durch, während der italienisch-venezianische Dialekt daraus Cattaro formte.

Nach dem Untergang des Weströmischen Reiches fiel Kotor an Byzanz, wobei es kommunale Autonomie erhielt. Die erworbenen Rechte behielt die Stadt auch, als sie zwischen 1186 und 1366 zum serbischen Königreich der Familien Balsic und Nemanjic gehörte. Nach kurzen Regierungszeiten des kroatisch-ungarischen Königs Ljudevit und des bosnischen Königs Tvrtko I. wurde Kotor mit seinen benachbarten Ländern zunächst selbständig. Doch Feudalherren der Umgebung veranlassten Kotor schließlich 1420, sich der Herrschaft Venedigs zu unterwerfen. Sie dauerte bis 1797 und hat die Stadt nachhaltig geprägt.

In diesem Jahr besetzten österreichische Truppen die Stadt. 1806 wurden sie von Russen abgelöst und diese 1807 von Franzosen, die bis 1813 blieben. Dann kamen wieder die Österreicher, die vor Kotor ihre Kriegsflotte verankerten, und von der Bucht aus nach Cetinje aufstiegen, das sie eroberten. Im April 1941 landeten italienische Truppen, die später von deutschen Soldaten abgelöst wurden. Im November 1944 eroberten die Partisanen die Stadt.

Sehenswertes:  

Vor der 4 km langen und bis zu 10 m hohen Stadtmauer stehen dem Kai gegenüber die Marktstände. Durch das westliche Haupttor (Seetor) erreicht der Besucher den Platz der Oktoberrevolution, auch Stadtplatz genannt, mit dem Rathaus aus neuerer Zeit. Die gesamte Westseite des Platzes nimmt ein unvollendeter venezianischer Palast ein. Neben dem Stadtturm von 1602 führt eine Gasse zur früheren Michaelskirche. An den Palais Bisanti (17. Jh.) und Beskuca vorbei geht es dann weiter durch Gassen zur Kathedrale des hl. Tryphon (Sv. Tripun). Sie stammt aus dem 12. Jh. und besitzt zwei unterschiedlich hohe Renaissancetürme aus dem 17. Jh.. Über dem Hochaltar befindet sich ein Ziborium von 1362, in der Sakristei der Silberschmuck des Hochaltars, und in dem angebauten Reliquarium die Reliquien des hl. Tryphon und ein altes Kruzifix.  

Weiter nördlich, am Palast Drago vorbei, führt ein Gässchen zum Marinemuseum im ehemaligen Grgurina-Palast aus dem 18. Jahrhundert.

Nun zu einer Gasse, die parallel zu den fast senkrechten Felswänden im Hintergrund verläuft: Dort erreicht man einen steilen Treppenaufgang. Hier beginnt der Aufstieg zur Gospodja Zdravlja, der Muttergotteskirche, aus dem Jahr 1500. Von dort geht es weiter zur 260 m hoch gelegenen Festung Sveti Ivan, deren Mauern bis zu 20 m hoch und bis zu 10 m stark sind. Man weiß weder, wer mit dem Bau dieses gewaltigen Bollwerks begonnen hat, noch wann dies geschah. Die Stadtmauer von Kotor jedenfalls entstand in ihrer heutigen Form bereits in der Zeit der Herrschaft der Familien Nemanjic und Balsic, sowie während der Zugehörigkeit zur Republik Venedig. Die starken Befestigungsmauern widerstanden mehrfach in der Geschichte anstürmenden Feinden, vor allem Angriffen der Türken, die 1539 und 1657 ihre stärksten Attacken gegen Kotor ausführten. Doch konnten die türkischen Invasoren niemals die Stadt einnehmen.

 

Perast (3 m ü. d. Meer)

Das in der Bucht von Kotor gelegene Städtchen Perast, zuweilen "Tote Stadt" genannt, steht unter Denkmalschutz und erwacht langsam wieder zu neuem Leben. Ähnlich wie früher Kotor bietet es ein architektonisch überaus eindrucksvolles altertümliches Bild. Wenn auch bei vielen Häusern die Dächer fehlen und nur noch Ruinen vom einstigen Glanz und Blühen der Stadt künden, kann sich der Besucher dem Reiz der mittelalterlichen Atmosphäre nicht entziehen. Die Zahl der "historischen Ruinen" vermehrte das schwere Erdbeben von 1979 durch neue Einstürze.

Geschichte:  

Unter dem Namen Parestum wird das sich zu Füßen des Sutilija-Berges (837m) direkt am Wasserrand hinziehende Städtchen 1326 erstmals erwähnt. Die Geschichte von Perast verlief bis Ende des 16. Jahrhunderts in ähnlichen Bahnen wie die von Kotor. Auch Perast konnten die Türken, die immerhin den ganzen nördlichen Teil der Bucht besetzten, nie einnehmen. Besonders eindrucksvoll schlugen die Peraster am 15. Mai 1654 die anstürmenden Orientalen in die Flucht. Eine Inschrift über dem Eingang der Kirche Sv. Nikola erinnert an das denkwürdige Ereignis.

Weil landwirtschaftlich nutzbar Flächen fehlten, verlegten sich die Einwohner auf den Schiffsbau und die Seefahrt. Bereits Anfang des 14. Jh. soll in Perast eine Werft bestanden haben. Auf der Höhe seiner wirtschaftlichen Blüte, Mitte des 18. Jh., wohnten in Perast die Eigner von mehr als 50 größeren Handelsschiffen, die in der Adria und die griechischen Küsten entlang segelten. Der Reichtum dieser Bürger ermunterte 1624 die Piraten aus Nordafrika, Perast mit einer gut bewaffneten Flotte zu überfallen. Die Räuber wurden diesmal, und auch in den folgenden Jahren, immer wieder in die Flucht geschlagen. Peraster Bürger entwickelten sich bei diesem Gefechten zu erfahrenen See- und Landkämpfern - die beste Empfehlung für die Venezianer, sie künftig für ihre Schiffe anzuheuern, und zugleich auch der Anfang seemännischer Karrieren Peraster Bürger im Dienst vieler anderer Staaten.

Kapitän Marko Marinovic (1663-1716) richtete 1698 in Perast eine nautische Schule ein, zu der Peter der Große von Russland 17 junge Männer zur Ausbildung schickte. In dieser Zeit kam immer mehr Wohlstand nach Perast, die Bürger hatten genug Geld, um ihre Wohnstätten in ansehnliche Paläste zu verwandeln, wobei sich Spätrenaissance und Barock mischten.

Über Perast liegt eine 1600 gebaute Festung, mit deren Hilfe es angeblich den Verteidigern 1813 gelang, eine französische Flotteneinheit abzuwehren.

Sehenswertes:  

Nicht die einzelnen Paläste und Bürgerhäuser, deren Geschichte zum Teil bekannt ist, wirken am stärksten auf den Besucher, sondern die ganze Atmosphäre dieses alten Städtchens. Das Barock-Palais der Familie Bujovic beherbergt das kleine Heimatmuseum. Und in der ehemaligen Marineschule befindet sich ein Seefahrtmuseum. Darin zu sehen ist auch die einstige Kriegsflagge der russischen Flotte, ein Geschenk von Peter dem Großen an den Museumsgründer. In der Pfarrkirche des hl. Nikolaus befindet sich eine Schatzkammer mit schönen Gold- und Silberschmiedearbeiten. Sehenswert ist auch der achteckige Glockenturm.  

Vor Perast, ein Stück weit draußen in der Bucht, liegen zwei Inseln: Östlich Sveti Juraj, westlich Gospa od Skrpjela. Auf Sveti Juraj steht zwischen dunklen Zypressen ein Benediktinerkloster mit Kirche aus dem 12. Jh.. Die Abtei wurde weiderholt geplündert und bei Erdbeben zerstört.  Die Insel Gospa od Skrpjela bestand ursprünglich nur aus einem Felsenriff. Zwei fischende Brüder sollen dort am 22. Juli 1452 nachts ein leuchtendes Madonnenbild entdeckt haben, das sie nach Perast brachten. Von dort verschwand es dreimal wieder, um auf das Riff zurückzukehren. Da wussten die Brüder, dass sie dort eine Kirche bauen sollten. Sie schütteten Steine rings um das Riff, und erbauten eine später mehrfach erweiterte Kirche, in der das wundertätige Muttergottesbild gezeigt wird. Neben Gemälden und Statuen einheimischer und venezianischer Künstler bilden 2500 silberne Votiv-Tafeln, Dankesgaben von Seefahrern, den interessanten Schatz in der Kirche. Viele Typen von Schiffen sind auf den Votivtafeln zu sehen, meist Szenen aus Stürmen oder von Kämpfen mit Piraten. Zur Erinnerung an die wundersame Erscheinung der beiden Brüder findet alljährlich von Kotor und Perast aus am 22. Juli eine Wallfahrt zur Insel mit festlich dekorierten Booten statt. Es können auch Ausflüge mit dem Boot dorthin gebucht werden.

 

Petrovac na moru (3 m ü. d. Meer)

Den Vorteil von Petrovac als ruhigen Erholungsort erkennt der Anreisende schon von weitem: Der Ort liegt abseits der Küsten-Magistrale. Genau bei der Kreuzung, an der die Straße Belgrad - Podgorica auf die Küstenroute trifft, breitet sich in einiger Entfernung das familienfreundliche Seebad inmitten von Olivenhainen und Pinienwäldern aus. Sein auffallendes Merkmal ist der hellrote bis hellbraune, aus Kiesel und Sand gemischte Strand. An der Uferpromenade und in der Hafengegend finden sich viele kleine Restaurants.  

Petrovac liegt vor der eindrucksvollen Kulisse der fast 1000 m aufsteigenden, verkarsteten Höhe des Pastrovici, über den eine windungsreiche Straße in das Landesinnere und zum Skutari-See führt. Die kleine Bucht von Perast ist teils von bewaldeten, teils mit Olivenkulturen bepflanzten Hügeln umgeben.  
2 km südöstlich von Petrovac liegt der 1,8 km lange, 30 bis 40 m breite Strand Buljarica, der meist von Einheimischen besucht wird. Hinter diesem Küstenstreifen steht der Turm von Boskovic als Erinnerung an einen montenegrinischen Helden, der 1685 in einer Schlacht gegen die Türken fiel.  

Geschichte:  

Petrovac na moru hieß bis 1919 Castel Lastua und trug damit den Namen jener Festung am Ende der Bucht, die von den Venezianern dort Ausgang des 16. Jh. erbaut worden war. Vor den Venezianern waren natürlich auch hier schon die Römer da. Aus der Römerzeit stammen die Reste einer Villa. Ein bruchstückhaft erhaltenes Mosaik dieses Bauwerks ist hinter der heutigen Kirche Sv. Ilija zu entdecken.

Was sonst über den Ort bekannt, bzw. bemerkenswert ist, hat eher den Charakter einer Saga. Etwa die Geschichte der Jungfrau Ruza, die sich, vor den Türken fliehend, vom höchsten Felsen westlich von Petrovac ins Meer stürzte, um dem Verlobten nicht untreu zu werden. Oder die ergreifende Erzählung vom schiffbrüchigen Fischer, der sich auf ein Felsenriff vor Petrovac retten konnte, später aus Dankbarkeit für das Eingreifen himmlischer Mächte Geld sammelte und auf der Klippe eine Kirche baute. Die Mini-Insel heißt heute Sveti Nedjelja (Heiliger Sonntag).

Eine weitere Legende rankt sich um die 3 km nördlich liegende Ruine des Klosters Rezevici. Dort soll früher ein Gasthaus existiert haben, vor dem sein kundenfreundlicher Wirt stets einen gefüllten Weinkrug bereit stellt, auf dass sich durstige Wanderer ohne Warten sofort erquicken konnten. 1226 kam der König Stefan Prvovencani des Wegs daher. Nachdem auch er den Weinkrug geleert hatte, dachte er allerdings weniger an den diensteifrigen Wirt, sonder an die himmlischen Mächte, die dem Besitzer dieser Stätte wohltuender Gastlichkeit die grandiose Idee mit dem Weinkrug eingegeben hatten. Kurzum, der fromme König fand, noch schöner als ein Gasthaus nehme sich an diesem Platz eine Kirche aus. Eine zweite Kirche am gleichen Ort baute schließlich der Zar Dusan 1351. Nach diesen beiden Wohltätern weiß dann die Geschichte nur noch von Zerstörungen an dem gottgefälligen Bauwerk zu berichten. 1785 vergriffen sich die Türken daran, 1812 die Franzosen und 1941 die Italiener, so dass heute nur noch eine Ruine zu sehen ist.  

 

Pljevlja (1360 m ü. d. Meer)

Pljevlja, die nördlichste Stadt Montenegros, lohnt nicht nur deswegen einen Besuch, weil die Moschee des Pascha Gazi Husein von 1562 mit dem höchsten Minarett des Landes (42m) als das schönste Meisterwerk orientalischer Baukunst gilt. Besonders stark wirkt auf den Besucher hier die eigenartige Atmosphäre der Stadt, die Mischung aus Türken-Vergangenheit und aufstrebender Industrietätigkeit inmitten einer reizvollen Berglandschaft.

Geschichte:  

In Pljevlja bestand bereits in der Römerzeit eine Siedlung, man kennt jedoch den damaligen Namen nicht mehr. Im 11. Jh. führte der Ort die türkischen Namen Taslidza oder Kamenica. 1576 wurde die Stadt Sitz des Paschas, der die Provinz Herzegowina regierte. Der heutige Name des Ortes wird erstmals im 15. Jh. erwähnt. Früher besaß Pljevlja erhebliche Verkehrsbedeutung, denn die Stadt lag im 16. Jh. mit einer Karawanserei als Übernachtungsstation an der Route Dubrovnik nach Skopje.

Mehrmals zerstörten verheerende Brände die Stadt, 1818 auch eine Explosion der Pulvermagazine. So ist die Zahl der alten Bauten im Zentrum von Pljevlja beschränkt. Am 1. Dezember 1941 kam es rund um die Stadt zu einer für die Partisanen verlustreichen Schlacht. Ein eindrucksvolles Denkmal mit einem 40 m hohen Obelisken erinnert auf dem Berg Strazica an dieses Ereignis.

Sehenswertes:  

Im Zentrum der Stadt die Moschee des Pascha Gazi Husein. Dann in der Vorstadt Sevari im Sandsak ein türkisches Wohnhaus aus dem 16. Jh., dessen Vorderfront zahlreiche Inschriften schmücken. Unmittelbar in der Nachbarschaft von Pljevlja, nahe der Ortschaft Gostece, lassen sich noch Ruinen der in der zweiten Hälfte des 15. Jh. von Herzog Stefan  gegründeten Stadt Kukanj aufspüren.

Außerhalb von Pljevlja in einer Waldschlucht steht das orthodoxe Kloster der Heiligen Dreifaltigkeit (Sv. Trojica), erbaut im Mittelalter. Es besitzt schöne Fresken und eine Schatzkammer. 

 

Podgorica (56 m ü. d. Meer)

Die Hauptstadt Montenegros hat nicht viel Sehenswertes zu bieten, da sie im zweiten Weltkrieg zu etwa 90 % zerstört, und danach allzu schnell wieder aufgebaut wurde. Zwar sind in der Altstadt einige alte Relikte übrig geblieben, doch wirken sie vor der Kulisse der modernen Regierungs- und Verwaltungsgebäude, Kaufhäuser und Wohnsiedlungen recht unbedeutend.

Die Stadt befindet sich am Schnittpunkt mehrerer wichtiger Kommunikationswege vom Küstenland ins Binnenland. Podgorica ist ein sich entwickeltes Wirtschaftszentrum mit zunehmender Infrastruktur.  Seine Entwicklung basiert auf der Aluminiumproduktion und –verarbeitung, auf den Tabak-, Chemie-, Holzverarbeitungs- und anderen Produktionszweigen, weiterhin auf der Landwirtschaft und dem Handel.

Geschichte:  

Mehr als 2000 Jahre lässt sich die Geschichte der auf altem fruchtbarem Kulturboden entstandenen Stadt zurückverfolgen, und mehrmals hat sie ihren Namen gewechselt. In der Römerzeit hieß sie Birziminium oder Berzummum; sie war gegründet worden, nachdem eine nur 3 km entfernte ältere römische Stadt, Diocle (angeblich der Geburtsort des römischen Kaisers Diokletian), 518 durch ein Erdbeben zerstört worden war. Während der Regierungszeit der altserbischen Königsdynastie der Nemanjiden im 13. Jh. erhielt die Stadt den Namen des Flusses, an dessen Ufern sie neu entstand: Ribnica. Warum später der Name des Flusses gegen die Bezeichnung des Berges in der Nachbarschaft ausgetauscht wurde (Gorica) ist nicht bekannt. Der Name Podgorica tauchte in Urkunden erstmals nach dem Jahr 1330 auf.

Nach langem Abwehrkampf gegen die Türken fiel die strategisch wichtige Stadt 1474. Sofort nach der Eroberung begannen die neuen Herren, die Befestigung weiter zu verstärken. Der Stadt selbst prägten sie mit engen Gassen und kleinen Häusern ihren eigenen orientalischen Stil auf. Unter der Fremdherrschaft von 1474 bis 1879 war Podgorica für die Türken die wichtigste Schlüsselstellung in ihrem Kampf gegen die sich in den Bergen zu Wehr setzenden Montenegriner. Als Zeugnisse der 400 jährigen Besetzung hinterließen die Türken u. a. eine schöne Moschee und eine bautechnisch interessante Brücke über den Fluss Moraca, der die Stadt durchfließt. Beide Bauten wurden im Zweiten Weltkrieg zerstört. 1946 wurde Podgorica in Titograd umbenannt und anstelle von Cetinje Hauptstadt von Montenegro. 1992 bekam es seinen Jahrhunderte alten Namen wieder zurück.

Sehensertes:

Einige Kilometer von Podgorica entfernt liegen die Ruinen und Ausgrabungsstätten der alten Stadt Dioclea, und zwar dort, wo der Fluss Zeta in die Moraca mündet. Zu besichtigen gibt es hier Reste massiver Wälle, Spuren einer alten Brücke über die Moraca, die Ruine des römischen Justizpalastes, zahlreiche Sarkophage mit Reliefs und Grabsteine mit lateinischen Inschriften.

12 km von Podgorica entfernt liegt die Ortschaft Medun, einst Vorposten der illyrischen Stämme bei ihrem Kampf gegen die in Dioclea ansässigen römischen Invasoren. Im tieferen Teil der Ortschaft finden sich Reste eines illyrischen Zyklopen-Gebäudes mit Steinblöcken von teilweise über 2 m Länge. Marko Miljanov Popovic (1813-1901), legendärer montenegrinischer Haudegen im Kampf gegen die Türken, wurde in Medun geboren. Ein am Ort 1971 eröffnetes Museum würdigt seine schillernde Persönlichkeit.

30 km nordöstlich von Podgorica steht das Kloster Ostrog. In 900 m Höhe klebt es in einer riesigen Felsnische über dem Tal. Das 1665 errichtete Kloster ist ein einzigartiges Heiligtum und wird von vielen Pilgern und Gläubigern besucht.

 

 

Skutari See

Der Skutari See (Skadarsko Jezero, alb.: Liqeni i Shkodres) ist der größte und fischreichste See auf dem gesamten Balkan. Mit rund 222 qkm Fläche gehört er zu Montenegro, mit 148 qkm zu Albanien. Zum Teil bilden die berühmten Schwarzen Berge eine faszinierende Kulisse für das an seinen Ufern mancherorts verkrautete Gewässer. Der Skutari See beeindruckt durch unverbrauchte Natur, durch unvergleichlich schöne, häufig wechselnde Farbenspiele seines Wassers, durch üppiges Pflanzenwachstum und nicht zuletzt durch Scharen von Wasservögeln.

Seinen jetzigen Namen hat der See von der albanischen Stadt Shkoder. Über die Entstehung des Skutari Sees gibt es zwei Meinungen: Einmal behaupten Wissenschaftler, der See sei Rest eines Adria-Golfes, der durch Erdbewegungen vom Meer abgeschnitten wurde. Andere Experten betrachten den See als riesigen Karstkessel, der durch tektonische Verschiebungen eingebrochen und unter Meereshöhe abgesunken sei.

Der See ist rund 48 km lang, bis zu 14 km breit, und seine mittlere Tiefe beträgt lediglich 7 m. Die Wasserfläche bleibt jahreszeitlich starken Schwankungen unterworfen. Während der Wasserspiegel nach der Schneeschmelze alljährlich zwischen 2,5 und 3 m ansteigt, weitet sich gleichzeitig seine Oberfläche von 370 auf 550 qkm aus. Dabei tauchen jedes Mal - neben sauberen Uferzonen - bis zu 20.000 ha fruchtbares Ackerland in den Fluten unter.

Die starken Veränderungen des Pegelstandes haben ihre Ursache zum einen in den Zuflüssen des Skutari Sees, zum anderen im eigenartigen Abfluss. In den Regenmonaten zwischen Herbst und Frühjahr erhält er ungeheure Wassermassen. Einmal durch sehr intensiven Regen, zum anderen durch das beträchtliche Ansteigen der einmündenden Flüsse Rijeka Crnojevica, Moraca, Crnica und Plavnica. Dazu kommen weitere Wassermassen aus den zahlreichen unterirdischen Quellen im See.

Als natürlicher Abfluss reguliert normalerweise der Bojana-Fluß den Wasserpegel. Der Bojana ist in seinem Mittellauf Grenzfluss zwischen Montenegro und Albanien. In seinem Mündungsdelta zur Adria liegt die zu Montenegro gehörende FKK-Insel Ada. In den Bojana Fluss münden südlich von Shkoder zwei aus den albanischen Bergen heranströmende Flüsse, der Kiri und der Drin i Madh. Sobald sie Hochwasser führen, lassen sie den Pegel des Bojana ansteigen, und dessen Hochwasser wirkt dann auf den Skutari See wie ein Pfropfen.

Eine besondere Erscheinung im See sind die bereits erwähnten Grundquellen. Als typische Karsterscheinung bestehen sie aus Vertiefungen, die Brunnen oder Bohrlöchern gleichen. 20 - 60 m sind sie breit, 8 - 44 m tief. Das von diesen Grundquellen ausgestoßene Wasser behält fast das ganze Jahr die gleiche Temperatur bei.

Der Skutari See ist außerordentlich fischreich, und auch der Urlauber kann hier seine Angel auswerfen. 35 verschiedene Fischarten leben im See, darunter Weißfisch, Karpfen, Forellen, Aale und viele andere Speisefische.

Der See gehört zu den größten Vogelreservaten Europas. Für einige Vogelarten ist der See nur Durchgangsstation zu fernen Zielen, für andere Winterquartier, die meisten aber bleiben in diesem Paradies das ganze Jahr. Zuflucht in der kalten Jahreszeit suchen hier auch Wildgänse und Wildenten. Sogar Pelikane kann man teilweise beobachten.

Direkt am Ufer des Sees liegt nur eine Ortschaft von Bedeutung: Virpazar. Hier begann 1702 der als „Montenegrinische Vesper“ bekannt gewordene blutige Aufstand gegen die Türken. Anlass der Erhebung war die Brandschatzung des Klosters von Cetinje durch die Muselmanen. Am 13. Juli 1941 fielen in Virpazar die ersten Schüsse im Kampf der Partisanen gegen die italienische Besatzungsmacht. Heute wird der 13. Juli in Montenegro als Feiertag begangen.

Vor dem Westufer des Skutari Sees, also zu Füßen des Rumija Gebirges liegen rund 50 kleinere und größere Inselchen, die kaum eine Landkarte registriert. Die Einheimischen nennen sie Gorice (Hügelchen). Auf einigen stehen kleine Kirchen aus dem 14. und 15. Jh., um die sich niemand mehr kümmert. Auf der Insel Starcevo gibt es ein restauriertes Kloster aus der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts.  

Noch ein zweiter Ort, der allerdings ein Stück weit im Landesinneren liegt, verdient unbedingte Aufmerksamkeit: Rijeka Crnojevica, wie der gleichnamige Fluss. Dieses unscheinbar wirkende Dorf, an dem die Straße Cetinje – Podgorica vorbeiführt, ist sowohl ein romantischer, als auch historisch bedeutsamer Ort. Hier, in dem 1493 gegründeten und heute verfallenen Kloster Obod, wurde einst die erste slawische Druckerei eingerichtet, die das erste Buch in kyrillischen Lettern druckte. Die mühsam aus Venedig beschafften Buchstaben konnten nur rund 10 Jahre ihren Zweck erfüllen. Als neue Türkenangriffe drohten, wurden sie zu Gewehrkugeln umgeschmolzen.

Mein Tipp: Fischrestaurant "Stari Most" in Rijeka Crnojevica + Restaurant "Voda u Krsu" beim Skutari See

 

Sutomore

Sutomore ist ein touristischer Ort mit einem sehr schönen breiten Sandstrand. Sutomore liegt in einer kleinen Bucht. In Strandnähe befinden sich viele Hotels, Restaurants und Cafes. Der Ort ist umgeben von Olivenhainen, Wein- und Gemüsegärten, und entstand erst in der Mitte des 19. Jh., nachdem sich die Bewohner des Hinterlandes an diesem Teil der Küste niederließen. Die Menschen dieser Gegend sind meist orthodoxen oder katholischen Glaubens. Bemerkenswert ist, dass beide Glaubensgemeinschaften die selben Kirchen, ausgestattet mit zwei Altären, besuchen, um ihre Gottesdienste abzuhalten, und das schon seit jeher.

Mein Tipp: Appartementhaus Panorama

 

Sveti Stefan (3 m ü. d. Meer)

Rund 10 km südlich von Budva ist in Sveti Stefan ein Ferientraum Wirklichkeit geworden. Eine Insel, durch Sanddamm mit dem Festland verbunden, erhebt sich aus dem Meer, auf der alle Häuser nur den Touristen vorbehalten sind. Auf dem Festland gegenüber können Urlauber in dem bekannten Hotel Milocer, das früher Sommerresidenz des Königs Alexander und der Königin Maria von Jugoslawien war, ihre Ferien verbringen.

  

Sveti Stefan war ursprünglich ein Fischerdorf. Die letzten 20 Bewohner räumten ihre Häuser 1955, als der Um- und Ausbau zur Touristensiedlung für gehobene Ansprüche begann. Als Hotel-Stadt wurde Sveti Stefan 1960 seiner Bestimmung übergeben. Heute bietet Sveti Stefan seinen Gästen 118 luxuriöse Zimmer und Appartements in etlichen liebevoll umgestalteten Häuschen.  

Geschichte: 

Die Inselsiedlung wurde nach der Überlieferung vom Stamm der Pastrovici gegründet und 1442 erstmals erwähnt. Die Bewohner scheinen hier einerseits vor Feinden Schutz gesucht zu haben – sie lagerten Lebensmittel ein; alte steinerne Ölpressen aus dieser Zeit blieben erhalten. Auf der anderen Seite griffen die Pastrovici türkische Schiffe an und versteckten ihre Beute auf der Insel. Sveti Stefan ist lange Zeit ein Vorposten der weiter südlich in Ulcinj ansässigen Piraten gewesen.

400 Jahre lang konnte sich die Insel als selbständige Kommune behaupten. Doch seit Ende des 19. Jh. verließen immer mehr Bewohner das Eiland, um nach den USA auszuwandern. Vom Fischfang allein konnte man nicht mehr leben. So entstand nach dem Zweiten Weltkrieg der Plan, die Insel touristisch zu nutzen – als Hotelstadt der Luxuskategorie.

Sehenswertes:  

Bei der Besichtigung (5 € Eintritt) von Sveti Stefan gewinnt der Tourist einen Eindruck von der idyllischen Inselsiedlung, deren Fischerhäuschen entweder renoviert, oder aus alten Steinen neu errichtet wurden. Der feine Kiesstrand am Zugang zur Insel zeichnet sich durch bemerkenswerte Sauberkeit aus. Der Boden fällt langsam ab. Bei einem Spaziergang durch den Park des gegenüberliegenden Hotels Milocer gelangt man zu dem 1050 gegründeten orthodoxen Kloster Praskvica.

 

Tara Schlucht

Mit 140 km ist die Tara der längste Fluss Montenegros. Zwischen Proscenje und dem kleinen Dorf Scepan polje verläuft die Tara Schlucht, als der längste und tiefste Canon Europas. Die gesamte Engstrecke entlang windet sich die Tara zwischen oft 1000 m und höher senkrecht aufragenden Felswänden hindurch. Der Fluss entsteht durch den Zusammenfluss der beiden Bäche Verusa und Opasnica, die am Berg Komovi südöstlich von Kolasin entspringen. Die Tara passiert dann das Dörfchen Matesevo, das Bergsteiger- und Touristenstädtchen Kolasin und die einstige Bergwerksstadt Mojkovac. Dort dreht die Tara in nordöstliche Richtung ab. Folgt man ihrem Verlauf, erreicht man eine Gebirgsgegend, die den Alpen ähnelt mit grünen weiten Wiesen, auf denen Kühe und Schafe weiden, mit dunklen Wäldern und erfrischenden Bachläufen. Weiter nördlich schließlich rückt die das weite Tal überspannende Straßenbrücke von Durkevica Tara ins Blickfeld. Sie überspannt den Fluss mit fünf eleganten Bögen, die rund 150 m über der Wasserfläche liegen. Ein Denkmal etwa 1 km vor der Brücke zeigt, wie ein montenegrinischer Bauer die alte Holzbrücke gegen anstürmende Feinde verteidigt. Auch um die neue Brücke entspannen sich Kämpfe, kaum dass die 1941 vollendet war.

Im Frühjahr 1942 begann in dieser Gegend der Aufstand gegen die Besatzungsmächte. Die Region um das Gebirgsdorf Zabljak, wo über Monate Titos Hauptquartier Stand, gehörte zu den ersten Landstrichen, die für „feindfrei“ erklärt wurden. Als starke italienische und königstreue jugoslawische Tschetnik-Verbände von Pljevlja her gegen das von den Partisanen gehaltene Gebiet vorrückten, wurde beschlossen, die Brücke zu opfern.  

Mit der Sprengung beauftragten die Partisanen den Ingenieur Lazar Jaukovic, ein Jahr vorher noch Angehöriger des Bautrupps, jetzt Kämpfer auf ihrer Seite. Jaukovic sprengte den Hauptbogen, und die anrückenden Panzerstreitkräfte mussten den Vormarsch aufgeben. Kurze Zeit später wurde er von Tschetniks und Italienern gefangengenommen, erkannt und auf der Brücke erschossen. Ein Denkmal steht am Westende.

Verlässt man den Lauf der Tara an der Brücke und folgt der Straße nach links Richtung Zabljak gelangt man über zahlreiche Serpentinen zur riesigen Hochebene hinauf, wo man plötzlich das Durmitor Gebirge wie eine Barriere vor sich sieht. Die Gipfel in dem Nationalpark sind fast das ganze Jahr über mit Schnee bedeckt.

 

 

Tivat (5 m ü. d. Meer)  

Tivat ist ein kleines Städtchen mit Schiffswerft  Kriegshafen. Seine touristische Entwicklung verdankt es dem Flugplatz, der aber nicht so oft angeflogen wird, das der Lärm den Urlauber stören würde. Die Badestrände rund um Tivat bestehen aus Beton und Kiesstreifen. Dank der 200 Sonnentage im Jahr dauert die Urlaubersaison hier von April bis Oktober. Im Herbst und Winter kuren hier Asthmakranke.

Geschichte: 

Das Gebiet um Tivat war bereits im Altertum besiedelt, davon zeugen griechische und römische Funde, Reste von im Meer versunkenen Siedlungen. Einige Wissenschaftler führen den Namen der Stadt auf die illyrische Königin Teuta zurück.

Im Mittelalter und später unterhielten Adelige aus der Bucht von Kotor in Tivat Sommer-Residenzen. Auf der kleinen Insel Prevlaka findet man Reste des einstigen orthodoxen Klosters des Erzengels Michael (Sveti Arhankjel Mihajlo). Von 1219 an befand sich hier der Sitz des Episkopats von Zeta und von 1346 an des Bischofs. Das Kloster wurde im 15. Jh. Zerstört. Die jetzt auf Prevlaka stehende Kirche ist eine Gründung der Gräfin Katarina Vlastelinovic, die sie in ihrem Testament von 1846 dem montenegrinischen Fürsten Njegos vermachte. Die Österreicher hinderten Njegos allerdings daran, die Erbschaft zu übernehmen. Sein Nachfolger Danilo verkaufte schließlich das Eiland.

Südlich von Tivat erstreckt sich die Ebene Solisko polje, wo seit dem Mittelalter in den Salinen beträchtliche Mengen Salz gewonnen werden. Venezianer und Türken kämpften wiederholt um die Beherrschung dieser Anlagen. Kotor führte in der zweiten Hälfte des 14. Jh. deswegen sogar einen Krieg mit Dubrovnik.

Sehenswertes: 

Die Kirche des hl. Anton stammt vermutlich aus dem 14. Jahrhundert. Lohnend ist außerdem der Besuch im schönen, mit hohen Zypressen bewachsenen Stadtpark von Tivat, in dem fast das ganze Jahr über die Rosen blühen. Auf der kleinen Insel Otok vor der Küste Tivats steht ein Kloster, wo ein der römischen Göttin Juno geweihter Altar gefunden wurde.

 

Ulcinj (3 m ü. d. Meer)

Ulcinj ist die südlichste Stadt an der montenegrinischen Adriaküste. Im Norden erstreckt sich der Küstenberg Mozura (622 m) und dicht dahinter ein Teil des Rumija Gebirges und der Skutari See. Östlich fließt der Fluss Bojana, der die Grenze zu Albanien bildet und westlich befindet sich die Stadt Bar mit ihrem großen internationalen Hafen. In Ulcinj endet die schroff abfallende Küste und verläuft sich bis hin zur albanischen Grenze in weite Ebenen. Ulcinj unterschiedet sich von anderen Küstenstädten Montenegros vor allem durch seine Bevölkerung. Die über 300 jährige Türkenherrschaft ließ die albanisch-mulsimische Bevölkerung die Überhand gewinnen. Heute sind etwa 75 % der Einwohner albanischer Abstammung, ca. 80 % sind Muslime. Das, und die Jahrhunderte lange Okkupation durch die Türken, prägt vorherrschend das Stadtbild. Hier treffen sich Orient und Okzident.

Stadtgeschichte

Ulcinj ist eine der ältesten Städte an der Adriaküste. Grundrisse einer illyrischen Siedlung wurden bei der Bodenvorbereitung zur Errichtung des heutigen Salzwerkes nahe Ulcinj gefunden. Man datiert sie auf das 2. Jh. v. Chr.. Über 2000 Jahre war Ulcinj immer wieder Zielscheibe verschiedener Völker. Einige bleiben nur kurz, andere hielten sich länger auf, aber alle haben zur Geschichte und Entwicklung der Stadt etwas beigetragen.

Das antike Colchinium, der Legende nach durch Seefahrer aus Colchis am schwarzen Meer gegründet, entrissen im 2. Jh. v. Chr. die Römer den Illyrern. Sie nannten die Stadt Olcinium. Dieser Name ist bei Livius dem Älteren erwähnt. Während der römischen Herrschaft wurde Ulcinj befestigte Siedlung römischer Bürger und bekam den Status „oppida civium romanorum“ – vollkommen selbständige Stadt. Nach der Teilung des Römischen Reiches fiel Ulcinj der Provinz Prevalis im Östlichen Reich zu und die Bewohner nahmen das Christentum an. Im 11. Jh. gehörte Ulcinj den Staate Zeta an, ab 1183 wurde es von den Nemajiden regiert, und von 1396 an beherrschten es die Balsici, eine Dynastie der Großwürdenträger. Von 1420 bis zur Eroberung durch die Türken 1571 stand Ulcinj unter venezianischer Oberhoheit. Die Venezianer errichteten eine Festung, bauten Paläste, Kirchen, Stadttürme und Plätze. Nach der Eroberung durch die Türken erhielt die Stadt erneut einen anderen Charakter – sie wurde orientalisch. Moscheen, Hammams und Turbets wurden gebaut.

Am Anfang der über 300 Jahre dauernden türkischen Herrschaft wurde Ulcinj mit seiner entstandenen Seeflotte zum Hauptstützpunkt des Ottomanenreiches an der Adria. Man beförderte Weizen nach Venedig, Istrien und Triest, Wolle nach Genua und Tabak in die eigenen adriatischen Häfen. Die Ulcinjer Flotte zählte in ihren Glanzzeiten bis zu 500 Boote. Es gab eine eigene Schiffswerft, in der Schiffe von bis zu 200 Metern Länge gebaut wurden, und natürlich blieben auch Kriegshandlungen nicht aus.

Als nach dem kandischen Krieg (1669) 400 Piraten von Malta, Tunis und Algerien in Ulcinj ansässig wurden, verwandelte es sich im 17. und 18. Jh. in ein gefährliches Piratennest. Handelsschiffe wurden überfallen und ausgeraubt, und auch der Sklavenhandel wurde Bestandteil der Stadt.

Im Januar 1878 eroberte Montenegro Ulcinj, gab es aber im Tausch gegen Gebiete um den Skutari See an die Türken wieder ab. Erst nach dem Berliner Kongress 1880 wurde Ulcinj endgültig dem Fürstentum Montenegro zugesprochen.

Altstadt

Die gesamte Altstadt ist nur zu Fuß zu begehen. Viele enge Gässchen und Treppen winden sich durch die nicht unbedingt typische alte Stadt am Mittelmeer, denn sie ist nicht wie üblicherweise gesäumt von Cafes und Souvenirläden. Die Altstadt von Ulcinj ist ein fast reines Wohnviertel. Es gibt lediglich ein paar Restaurants und zwei kleine Hotels. Nahezu die gesamte Altstadt wurde bei dem letzten schweren Erdbeben 1979 zerstört, aber mit viel Hilfe aus dem In- und Ausland in relativ kurzer Zeit wieder originalgetreu aufgebaut. Nur ein paar verstreute Ruinen erinnern noch an das Beben.

Betritt man die Altstadt vom kleinen Strand her kommend fallen einem sofort zwei Gebäude ins Auge – das ehemalige Schloss Balsica und rechts oberhalb der Palast Venezia – heute beides kleine Hotels. Im oberen Teil der Stadt, gleich neben dem Nordtor, befindet sich das Städtische Museum. Hier sind auch die  interessantesten Denkmäler Ulcinjer Geschichte zu sehen. Die Kirchen-Moschee ist umgestaltet in das Museum, in dem alle Funde aus der alten Stadt ausgestellt sind. Gleich hinter dem Museum auf dem Sklavenplatz liegt die Balsica-Burg, die heute als Galerie dient. Daneben das Ethnologische Museum und die Überreste eines Minaretts.

Das "neue" Ulcinj

Ein immerwährend gemächlich, buntes Treiben bestimmt den Anblick dieses Stadtteils. Die vierspurige Hauptstrasse und die Strasse zum kleinen Strand sind gesäumt von unzähligen kleinen Cafes, Imbissbuden, Restaurants, Souvenirläden, Bäckereien, Lebensmittelmärkten und anderen Geschäften. Eigentlich gibt es in Ulcinj nichts, was es nicht gibt. Und sollte doch einmal etwas fehlen geht man am Freitag auf den großen Markt an der Hauptstrasse. Dort kommen wöchentlich Bauern und Händler aus der ganzen Umgebung zusammen und bieten ihre Waren an. Vereinzelt sind dort auch noch ältere Leute in typisch albanischen oder montenegrinischen Trachten zu bewundern.

Viele Moscheen und Kirchen gibt es in Ulcinj. Die wohl interessanteste Kirche ist die orthodoxe Kirche des Hl. Nikolaus unter Bijela Gora. 1869 noch unter Türkenherrschaft erbaut durfte ihr Turm nicht höher sein als die Minarette der Stadt. Also baute man den Boden kurzerhand unterhalb der Erdoberfläche. Ganz in der Nähe steht die katholische Kirche des Hl. Josef. 

Die letzte Kirche in Ulcinj, die 1875 unter Türkenherrschaft errichtet wurde. Einen Besuch wert ist in jedem Fall die Episkopalkirche Hl. Nikolaus unter Meterizi gleich hinter dem Nordtor der Altstadt. Sie wurde 1890 im Gedenken an die gefallenen Montenegriner bei der Eroberung Ulcinjs 1878 errichtet. Im 15. Jh. stand hier ein orthodoxes Kloster, das von den Türken später in eine Moschee umgewandelt wurde. Das Altarbild dieser Kirche ist ein wertvolles kunsthistorisches Erbe und wurde von berühmten Ikonographen aus Russland gemacht.

Außerhalb von Ulcinj an der albanischen Grenze steht noch eine Kirche des Hl. Nikolaus. Sie gehörte im 13. Jh. zu einem Benediktinerkloster. Nach einer starken Überflutung durch den Fluss Bojana wurde die Kirche 1841 abgetragen und auf einem nahegelegenen Berg wieder aufgebaut. Alljährlich am 9. Mai findet dort eine Prozession statt, an der die Einheimischen aller Religionen teilnehmen.

Während sich die Kirchen im Stadtbild von Ulcinj beinahe verstecken, sind die Minarette der Moscheen nicht zu übersehen. Die Paschas Moschee nahe der Altstadt, die älteste noch erhaltene in Ulcinj, wurde 1719 erbaut und ist einzigartig in Montenegro, da sie ein Hammam, eine Badeanlage, besitzt. Nach der Lehre des Islam musste bei dem Moscheebau zuerst das Hammam gebaut werden, damit die Arbeiter vor dem Arbeitsbeginn sich baden und „abdes“ nehmen konnten. Abdes nehmen bedeutet das Waschen verschiedener Körperteile (Hände, Füße, Gesicht und Hals vor dem Gebet und Betreten der Moschee). Später ist das Hammam öffentliches Bad geworden. Die Hauptmoschee Namazdjah liegt im Stadtzentrum von Ulcinj und wurde 1828 erbaut. Ihr war früher eine Medresse (Religionsschule) angeschlossen. Ganz in der Nähe steht der 1754 erbaute Uhrturm am Pinjas. Die Moschee Bregut befindet sich ebenfalls im Stadtzentrum, gleich gegenüber vom Marktplatz. Sie wurde 1783 erbaut.

PRAKTISCHE TIPPS  

Touristinformation

Touristisches Zentrum Ulcinj

Ulica 29. novembar bb.

85360 Ulcinj

Tel + Fax: 085/51 595

Öffnungszeiten: 8.00 - 14.00 Uhr   

Unterkunft

Die Hotels in Ulcinj sind fast alle in den letzten Jahren sehr vernachlässigt worden. Die meisten sind noch heute in staatlicher Hand und werden in keinster Weise subventioniert. Der brachliegende Tourismus im letzten Jahrzehnt und die Einquartierung von Flüchtlingen aus dem Kosovo 1999 taten ihr übriges.

Empfehlenswert ist:

Hotel Albatros *** (ganzjährig geöffnet)

Das Hotel liegt etwa 10 Gehminuten zur Altstadt sehr ruhig direkt an der dort felsigen Meeresküste in einem Pinienwäldchen. Tel: 085/51-188 o. 51-268, Fax: 085/81-910

Desweiteren:

Hotel Galeb ** (nur in den Sommermonaten geöffnet), Tel: 085/423-176 

Hotel Otrant ** (direkt am großen Strand), Tel: 085/81-161, Fax: 085/81-755

         FKK-Anlage Ada (Insel 15 km südlich von Ulcinj), Tel: 085/81-351

Appartementhäuser:

Villa Dvori Balsica und Palast Venecija in der Altstadt, Tel: 085/81-635

Ansonsten gibt es unzählige Appartements und Zimmer von privat. Überall in der Stadt und am großen Strand findet man Hinweisschilder.

Mein Tipp: Villa Primafila

Essen und Trinken

Da Ulcinj überwiegend albanisch stämmig bewohnt ist macht sich das auch in der Küche bemerkbar. Was aber dem guten Geschmack keineswegs abträglich ist. Fisch- und Fleischspeisen werden in reicher Vielfalt in den verschiedensten Restaurants überwiegend frisch und sehr schmackhaft angeboten. Schweinefleisch sucht man hier allerdings vergeblich. Zu empfehlen sind auch die oft sehr süßen Kuchen als Dessert. Einige Lokale sind besonders erwähnenswert:

·        Restaurant Teuta in der Altstadt

·        Fischrestaurant Sidro beim kleinen Strand

·        die Küche des Hotel Albatros

·        Restaurant Otrant zwischen Stadt und großem Strand

·        die Fischrestaurants bei Ada Bojana

·        Restaurant Vidikovac ca. 3 km vor Ulcinj

Aktivitäten

Baden kann man sowohl in der Stadt als natürlich auch am 2 km entfernten großen Strand. Der kleine Strand unterhalb der Altstadt ist 600 Meter lang und aus feinem Sand. Vor allem in den Sommermonaten ist er sehr überfüllt, weshalb dann auch die Wasserqualität zu wünschen übrig lässt. Rings um die Stadt gibt es kleine felsige Badebuchten, teilweise mit betonierten Badeplateaus. Dort sind Badeschuhe ratsam. Genau wie in der Bucht von Valdanos nördlich der Stadt. Der Velika Plaza (großer Strand) ist das Badeparadies schlechthin in Montenegro. 12 km feinster Sandstrand sehr flach ins Meer abfallend ist er ideal für den Familienurlaub. In den Sommermonaten werden dort verschiedene Wassersportarten angeboten.

Jagen und Fischen kann man in der näheren Umgebung von Ulcinj am Sasko und am Skutari See. Lizenzen hierfür können im Rathaus erworben werden.

Nightlife

Abendunterhaltung offerieren in der Hauptsaison hoteleigene Diskotheken. Desweiteren liegt direkt am Ende der Promenade des kleinen Strandes der Club Hollegro, der mit Lifemusik den ganzen Sommer über Unterhaltung bietet. Ein Spielcasino befindet sich im Restaurant/Hotel Vidikovac außerhalb der Stadt.

Nützliches

Post: an der großen Kreuzung der vierspurigen Hauptstraße, geöffnet 7-20 Uhr

Krankenhaus: ebenfalls an der großen Kreuzung findet man eine Ambulanz. Das nächste Krankenhaus ist in Bar, ca. 25 km entfernt.

Apotheke: Es gibt zwei Apotheken an der Hauptstraße, geöffnet 8 - 20 Uhr (Mittags- ruhe ca. 13 - 17 Uhr)

Autovermietung: Kompas Hertz, Tel. 085/313-597