Montenegro auf der ITB in Berlin 2004
| Vom 12.-16. März präsentierte die Nationale Touristenorganisation Montenegros (TOCG)
ihr Land auf der Internationalen Tourismus Börse in Berlin.
Auf einer Pressekonferenz am 13. März zog Predrag
Nenezic, Tourismusminister von
Montenegro, eine positive Bilanz für das vergangene Jahr und stellte verschiedene Angebote für die Saison 2004,
sowie Ziele und Projekte für die weitere Zukunft vor. |
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Bilanz 2003
Mehr als 14.300 deutsche Urlauber besuchten im vergangenen Jahr Montenegro, bei einer Übernachtungszahl von 135.178. Für die großen
Reiseveranstalter ITS + Tjaereborg, Neckermann/Thomas Cook, TUI und DERTour war es eine gute Saison. Der vergangene Reisesommer brachte ein dickes Plus.
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Übersicht Touristikzahlen 2003
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Saison 2004
| Das Jahr der
montenegrinischen Küche Das Tourismusministerium und die TOCG haben für 2004 "Das Jahr der montenegrinischen Küche" ausgerufen. Im vergangenen Jahr wurde in Montenegro im Zuge einer Pressekampagne dazu aufgerufen typisch montenegrinische Rezepte aufzuschreiben und einzuschicken. Die Resonanz war enorm. Über 500 zum Teil schon vergessene, traditionelle Rezepte wurden eingereicht. Eine Jury der besten Köche Montenegros wählte 22 davon aus. Etwa 100 Restaurants beteiligen sich an dieser Aktion, und haben Ihre Speisekarte dementsprechend "vervollständigt". Weiterhin ist vorgesehen, die Rezepte in einem Kochbuch zusammenzufassen. |
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Die Wiederentdeckung der Ikone der Mutter Gottes von Philermos In der blauen Kapelle im Nationalmuseum von Cetinje kann man seit 2002 eine der bedeutensten Reliquien der Christenheit bewundern. Nach Überlieferungen wurde sie von dem Evangelist Lukas selbst gemalt. Die sagenumwobenen Madonna, Jahrhunderte lang Schutzherrin der Insel Rhodos, hat im letzten Jahrtausend eine wahre Irrfahrt von Jerusalem nach Cetinje zurückgelegt. Über Rhodos, Malta, Italien, Russland, Dänemark, Deutschland und Serbien kam sie schließlich nach Montenegro. Die Ikone ist die einstige Schutzherrin des souveränen Malteser-Ritter-Ordens und wird und wird von der Orthodoxen Christenheit verehrt. |
Projekte für die Zukunft
Ein Tourismus Masterplan, den die Deutsche Investitions- und Entwicklungsgesellschaft (DEG) im Rahmen der deutsch-montenegrinischen Zusammenarbeit erstellt hat, soll im Laufe der kommenden 20 Jahre die derzeit noch geringe Kapazität von 26.000 Betten in einfachen Hotels um 100.000 Betten der oberen Kategorie nach den Prinzipien einer die Landschaft schonenden, nachhaltigen Entwicklung im jeweils ortstypischen Stil ausgebaut werden. Sieben Großprojekte sind in Planung. So sollen zum Beispiel in Ulcinj und auf Ada neue Hotelanlagen mit insgesamt 30.000 Betten entstehen.
Im Jahr 1991 erklärte sich Montenegro zum "Ökologischen Staat", und so sollen bei allen geplanten ökonomischen Projekten die ökologischen Gesichtspunkte berücksichtigt
werden. Einfach ausgedrückt: Pro Hotelbett sollen mindestens 100 qm Natur erhalten bleiben.
Um die Voraussetzung für jegliche Entwicklung und Investoren zu schaffen, arbeitet die
KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) an einer leistungsstarken Ver- und Entsorgungsinfrastruktur entlang der Küste. Die immerwiederkehrende Wasserknappheit in den Sommermonaten ist nur eines
der Probleme, welches gelöst werden soll. Die montenegrinische Regierung berät darüber hinaus über attraktive Rahmenbedingungen für ausländisches Kapital.
In einer Umweltverträglichkeitsstudie wird derzeit geprüft, ob die Gegend um den Velika Plaza in Ulcinj zum Naturschutzgebiet ernannt werden kann.
2005 wird der Sozina Tunnel zwischen Bar und Podgorica eröffnet. Er verkürzt die Fahrzeit um ein
vielfaches.
Zu den bestehenden Fährverbindungen nach Italien soll eine weitere Linie bis nach Griechenland führen.